Mittwoch, 19. märz 2008
Moin Moin aus Queenstown! Hier gibt es endlich mal wieder ein Internetcafe, das einem nicht ganz so das Geld aus der Tasche zieht, also hier mal wieder ein laengerer Bericht.

Nachdem wir Invercargill verlassen haben, sind wir Richtung Norden ins Fjordland geduest (mit 80 Sachen!!!). Unser erster Schlafplatz hat sich eher zufaellig ergeben, als wir in eine kleine Nebenstrasse an einer historischen Bruecke abgebogen sind und einen kostenlosen Campingplatz entdeckt haben. Kostenlos? Nichts wie hin! Der Abend war auch recht lustig, da wir die Gesellschaft von drei Hollaendern und drei Suedafrikanern am Lagerfeuer geniessen durften. (Uebrigens machen auch Suedafrikaner Urlaub an der Ostsee und kennen unser schoenes Kiel!)

manapuri.jpgAm naechsten Tag ging es weiter nach Norden ins kleine Manapouri, wo wir die Bekanntschaft von sehr kleinen Biestern gemacht haben, die man so schnell nicht vergessen kann (es juckt!). Die Viecher heissen Sandfliegen und sind klein und sehen wirklich harmlos aus: Doch der Schein truegt! Bei Manapouri gibt es wunderschoene Seen zwischen den Bergen, die zum Baden einladen, was wir auch gleich gemacht haben. Die kleinen Sandfliegen haben uns umkreist und wir ahnten nichts Boeses, bis man die Stiche gemerkt hat. Inzwischen ist jeder von uns mit ueber 50 roten juckenden, nervenden Stellen uebersaeht. Die Fliegen sind wirklich nerviger und duemmer als Muecken, da sie nicht wegfiegen, wenn man nach ihnen schlaegt und sie in den Fjordlands in riesigen Schwaermen vorkommen.

KeplerTrack.jpg Der naechste Ort, den wir besucht haben war Te Anau, ebenfalls in den Fjordlands, ebenfalls an einem grossen See, ebenfalls SEHR viele Plage(-fliegen)geister. Dort haben wir den dreitaegigen Kepler-Track gebucht, der unsere erste richtige Wanderung mit Trekking-Rucksack werden sollte. Gesagt, getan: Den ersten Tag ging es 800 Meter steil nach oben (mit 15 Kilo auf dem Ruecken) ueber die Baumgrenze, von wo wir spektakulaere Blicke auf die Landschaft werfen konnten. Die Muehe war das allemal wert! Die erste Nacht haben wir in einer Huette verbracht, von der aus man die Fjorde des Lake Te Anau betrachten konnte, wirlich schoen.

Der naechste Tag des Treks war genauso anstrengend wie der erste, da er durch die alpinen Gebiete gefuehrt hat und es staendig bergauf und
bergab ging. Doch die Strapazen einmalkep_2868.JPG weggelassen, hatten wir wunderschoenes und warmes Sommerwetter und die schoensten Ausblicke die man  sich vorstellen kann. Am Ende des Tages ging es wieder 1000 Meter im Zick Zack Kurs hinab und zurueck zu dem wohl groessten Sandfliegen Schwarm, den wir hier ueberhaupt gesehen haben.... so muss ein schoener Tag enden :) Der letzte Wandertag verlief zwar nur auf fast flacher Ebene durch Waelder und Moore, war aber aufgrund der 22 Kilometer die wir in sechs Stunden zuruecklegen mussten genauso anstrengend wie die vorigen.

Nach dem Kepler Track mussten wir unsere Knochen und Muskeln erstmal wieder erholen und haben ein Touri- und Autotag in Milford Sound eingelegt. Der Ort ist wundervoll, wie alles hier im Fjordland, aber touristisch so ueberlaufen das es eigentlich keinen Spass mehr macht. Ein Reisebuss nach dem anderem mit dem alle angekarrt werden... Obwohl in dem kleinen Ort nur 200 Einwohner leben, sieht der Parkplatz aus wie der eines internationalen Flughafens. Also sind wir auch nicht lange geblieben, sondern weiter nach Queenstown gefahren, wo wir uns heute nach etwa 1 1/2 Wochen das erste mal wieder eine Jugendherberge (vorher Auto&Zelt) und nach sieben Tagen (ja, wir haben uns auch schon etwas ecklig gefuehlt) eine Dusche goennen. Heute abend ist dann auch mal etwas 2 fuer 1 Party angesagt!

Das Wetter hat sich uerbigens dramatisch verbessert, heute war mit 28 Grad der waermste Tag, aber schon die ganze letzte Woche konnte man sich bei schoenstem Sommerwetter sonnen.

Die Plaene fuer die naechsten Tage sind sehr offen, aber wir haben beide ein paar Sachen geplant. Marcel: Bungee-Jumping, Sara: Westernreiten, Beide: Entspannen im relaxten Queenstown :) Unser kleines, aber gut laufendes Auto, wird uns dann irgendwann weiter Richtung Norden bringen, wo wir uns die grossen Gletscher und den Abel Tasman Nationalpark ansehen wollen.

Also bis bald und lasst es euch gut gehen!

von Sara&Marcel
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